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WIENER ARCHITEKTUR
Josef Hoffmann, Oskar Laske, Ernst Lichtblau, Hubert Gessner
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WIENER ARCHITEKTUR um 1900

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Adolf Loos, der große Architekt, hielt seine Innenräume nicht für fotografierbar: “Ein Foto kann meine Idee nicht wiedergeben.“ – Walter Zednicek wiederlegte ihn. Architektur kann man fotografieren, man muss es nur können. Zednicek ist ein Meister der schwierigen – da hatte Loos Recht – Architektur-Fotografie. Er arbeitet ohne Netz, großteils mit eigenem Geld. Er hat keins, er steckt die Erträge seiner üppigen Bildbände immer wieder in den nächsten üppigen Bildband. Seine Fotos zeigte er in bisher 150 Ausstellungen in fast allen Ländern Europas.
Zedniceks Bildbände über die Architekten Otto Wagner und Adolf Loos, mit je über zweihundert Farbfotos, sind internationale Spitzenprodukte (jeweils deutsch, englisch, italienisch und französisch). Er hatte aber das richtige Gefühl, dass es mit diesen zwei Großen der klassischen Wiener Architektur um 1900 nicht sein Bewenden haben darf, wenn man jenes goldene Zeitalter angemessen darstellen will.
So entstand sein interessantester Bildband „Wiener Architektur um 1900“, gleichfalls fast zweihundert Farbfotos. Hier zeigt er mit Sorgfalt und Liebe: Die reiche Fülle von großartigen Bauten und die Vielfalt, aber auch Zusammengehörigkeit der Schöpfer dieser Bauten.
Denn es ist ja sehr ungerecht, wenn man jene architektonische Hoch-Zeit reduziert auf die allbekannten großen Namen. Und man verfehlt auch die Fülle der Schönheit, die dieses Zeitalter hervorbrachte, wenn man den staunenden Blick beschränkt auf die inneren Bezirke Wiens. Bei Zednicek findet sich ein gutes halbes Hundert erstklassiger Jugendstil-Bauten, verstreut in den Bezirken 2 bis 19. Auch der passionierte Liebhaber des klassisch-modernen Wiens geht an ihnen oft vorüber, ohne dass sie ihm gebührend vor Augen kommen.
Man blättert in dem Band und gerät in eine reizvolle Ratlosigkeit, wo man denn jetzt innehalten soll. Unter den Architekten der „zweiten Reihe“ sind so viele, deren Originalität und Fantasie ebenbürtig ist mit den „großen Namen“ und die doch fast vergessen sind. Da sind sie also wieder: Ihre Entdeckung ist der größte Verdienst des Zednicek-Bandes.

Günther Nenning; Kronen-Zeitung

 

Wer kennt sie nicht, die beeindruckenden architektonischen Leistungen, die in Wien um 1900 entstanden sind und bis heute prägend das Stadtbild beeinflussen. In seiner Fotoausstellung „Wiener Architektur um 1900“ widmet sich der Fotograf Walter Zednicek eben diesen Meisterleistungen der Baukunst, die allesamt massiv unter dem Einfluss des damals vorherrschenden Jugendstils stehen.
Eines der zentralen Themen dieser Schau stellt natürlich die Architektur Otto Wagners dar. Zednicek hat Otto Wagners Baukunst bereits seit mehr als zehn Jahren zu einem seiner Werks- und Schaffensinhalte erhoben.
Natürlich werden aber auch Bauwerke der Architekten Josef M. Olbrich, Leopold Fuchs und Erst Lichtblau neben zahlreichen weiteren Architekten dieser Epoche im Rahmen der Schau fotografisch präsentiert.
Zedniceks Arbeiten finden seit Jahren internationale Anerkennung. Dabei beeindruckt der mitunter an Gemälde erinnernde Stil seiner Fotos ebenso wie die genaue und detaillierte Wiedergabe architektonischer Elemente.
Zu dieser Ausstellung erschien auch ein Prachtbildband unter gleichem Titel im Eigenverlag des Künstlers.

Magazin preview

 

Jetzt hat Walter Zednicek sein 8. Buch editiert. Es heißt "Wiener Architektur um 1900" und zeigt nicht nur die berühmten Bauten wie Josef Maria Obrichs Secession (1897/98) und Spitzenwerke Wagners, sondern es konzentriert sich viel mehr auf Wiens "unbekannte Jugendstil-Juwelen", die man versteckt in den Strassen und Gassen der ganzen Stadt finden kann!

Rund 100 Bauwerke von ca. 80 Architekten (Wagner-Schüler u. a.) werden dokumentiert: Prachtvolle Bauten (1897 bis 1915) von Josef Plecnik, Oskar Laske, Ernst Lichtblau u.v.a. Mit Beschreibungen und Stadtplänen, wo diese schönen Gebäude zu "entdecken" sind!

Erwin Melchart, Kronen Zeitung

 

Deutsch, Englisch, Italienisch, Französisch
208 Seiten, 177 Abbildungen, 30 x 23 cm, 2006, 2. Auflage, 2 Stadtpläne
ISBN 3-9500360-3-2

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